Für Eltern

Ihr Kind ist online. Gut, dass Sie jetzt hier sind.

Sie müssen kein Technik-Profi sein, um Ihr Kind gut zu begleiten. MindLaunch erklärt Kindern das Netz in Lektionen, die sie gern durcharbeiten. Und Sie finden hier alles, um dabei mitreden zu können.

Unsere Haltung

Begleiten wirkt länger als verbieten.

Filter und Verbote enden an der nächsten Haustür, am Pausenhof, am Handy der Freunde. Was bleibt, ist das, was Ihr Kind verstanden hat. Deshalb baut MindLaunch kein Kontrollwerkzeug, sondern ein inneres Schutzprogramm: Kinder, die Risiken erkennen, Grenzen setzen und im Zweifel zu Ihnen kommen.

So einfach geht es zu Hause

Zehn Minuten reichen für den Anfang.

  1. Lektion aussuchen

    Öffnen Sie die Lernwelt gemeinsam und lassen Sie Ihr Kind das Thema wählen. Was es selbst aussucht, nimmt es ernster.

  2. Gemeinsam durchgehen

    Ihr Kind klickt, Sie schauen zu und fragen nach. Sie müssen nichts erklären, das übernimmt Raki.

  3. Im Alltag aufgreifen

    Jede Lektion endet mit einem Merksatz. Greifen Sie ihn später beiläufig auf, beim Essen oder unterwegs. So bleibt er hängen.

Das Dauerthema

Bildschirmzeit ohne Streit.

Wer nur Minuten zählt, verhandelt jeden Tag neu. Entspannter wird es mit drei Fragen: Was hast du gemacht? Wie fühlst du dich danach? Was kommt jetzt? Dazu feste bildschirmfreie Inseln, etwa beim Essen und vor dem Schlafen. Und das stärkste Werkzeug sind Sie selbst: Kinder ahmen nach, wie Sie mit Ihrem Handy umgehen.

RocketKidz · Lektion Bildschirmzeit ist kein Gegner Frag dich nicht nur, wie lange. Frag dich, ob es dir etwas gegeben hat. Lektion öffnen
Eltern-Tipp

Langeweile ist kein Notfall.

Der leere Moment, in dem noch nichts passiert, ist der Startpunkt für Fantasie. Füllen wir ihn sofort mit einem Bildschirm, übernimmt das Gerät die Arbeit, die das Kind gerade selbst gemacht hätte. Halten Sie die Langeweile ein Stück aus. Nach dem ersten "mir ist langweilig" kommt das eigene Spiel oft von ganz allein.

Gesprächsstarter

Fünf Fragen, die mehr öffnen als Wie war's?

Kinder erzählen am meisten, wenn niemand verhört. Diese Fragen funktionieren beiläufig am besten, beim Essen, im Auto, beim Spazieren.

  • Was war heute das Lustigste, das du online gesehen hast?

    Der leichteste Einstieg. Sie zeigen Interesse statt Kontrolle, und Ihr Kind lernt: Über das Netz reden wir hier ganz normal. Das ist die Grundlage für die schwierigen Gespräche später.

  • Zeigst du mir mal, was du da spielst?

    Lassen Sie sich die Welt Ihres Kindes erklären und seien Sie ehrlich neugierig. Wer einmal Experte sein durfte, erzählt auch von Dingen, die schieflaufen.

  • Hat dir online schon mal jemand geschrieben, den du nicht kennst?

    Ruhig und ohne Alarm fragen. Wichtig ist Ihre Reaktion auf die Antwort: danken, nicht schimpfen. Ihr Kind soll lernen, dass es mit so etwas immer zu Ihnen kommen kann.

  • Woran erkennst du eigentlich, ob etwas im Netz echt ist?

    Eine Frage auf Augenhöhe, fast ein Quiz. Hier dürfen Sie auch mal nicht weiterwissen und gemeinsam mit Ihrem Kind in der Lernwelt nachschauen.

  • Gibt es etwas, das dich online mal erschreckt hat?

    Die wichtigste Frage, gestellt im ruhigen Moment. Wenn etwas kommt: zuhören, ernst nehmen, gemeinsam überlegen. Unten finden Sie, was im Ernstfall hilft.

Funksprüche

Kurze Impulse für den Familienalltag.

Jeder Funkspruch beginnt mit einem Merksatz und endet mit einem Schritt, der in den Alltag passt. Zum Aufklappen, in Ruhe, ohne Reihenfolge.

Familien-Crew Die ersten dreißig Minuten prägen die nächsten drei Jahre.

Was beim ersten eigenen Handy in der ersten halben Stunde passieren sollte.

Der Schulwechsel ist der häufigste Anlass für das erste eigene Handy. Meist läuft es so: Karton auf, Kind strahlt, Gerät ist eingerichtet, bevor jemand nachgedacht hat.

Dabei entscheidet genau diese halbe Stunde, wie die nächsten Jahre laufen. Was am Anfang eingestellt ist, gilt als normal. Was man nachträgt, fühlt sich wie Bestrafung an.

Vier Dinge, bevor das Gerät übergeben wird:

  1. Bildschirmzeit beziehungsweise Family Link einrichten, mit einem Code, den nur Sie kennen.
  2. Käufe im Store sperren.
  3. In WhatsApp den automatischen Download für Gruppen abschalten. Sonst landet ungefragt auf dem Handy, was andere in Gruppen schicken.
  4. Drei Regeln gemeinsam ausmachen, so kurz, dass sie jeder im Kopf hat. Zum Beispiel: Nachts schläft das Handy in der Küche.

Keine Regel ersetzt das Gespräch danach. Sie macht nur den Anfang leichter.

Familien-Crew Erst nachlesen, dann diskutieren.

Handyregeln an Schulen sind Ländersache, und das merkt man erst am ersten Schultag.

Die Frage kommt in jeder Familie: Darf mein Kind das Handy mit in die Schule nehmen? Wer darauf eine bundesweite Antwort sucht, sucht lange.

Hessen verbietet Handys flächendeckend, ausdrücklich auch Smartwatches. Bayern weitet sein Verbot zum Schuljahr 2026/27 auf die Jahrgangsstufen 5 bis 7 aus. Sachsen untersagt seit Februar 2026 private Geräte an Grundschulen und weitet die Regeln seither aus. Anderswo entscheidet die Schulkonferenz, also die Schule Ihres Kindes.

Ehrlich bleiben: Ob solche Verbote das Lernen verbessern, ist nicht belegt. Für uns zählt etwas anderes. Das Kind soll nicht zwischen zwei Regeln stehen.

Fünf Minuten vor dem ersten Schultag: Die Hausordnung auf der Schul-Homepage lesen. Und mit dem Kind zwei Dinge klären: Wo liegt das Gerät während der Schulzeit, und wie erreichen wir uns im Notfall? Meistens über das Sekretariat.

MindShield Auf dem Schulweg gehören die Ohren der Straße.

In keiner Stunde des Tages verunglücken so viele Kinder wie zwischen sieben und acht.

Morgens um Viertel vor acht sieht man sie überall: Kinder auf dem Weg zur Schule, müde, in Eile, Kopfhörer auf beiden Ohren.

Genau diese Stunde ist die gefährlichste des Tages. Nach der amtlichen Verkehrsunfallstatistik verunglückten 2025 rund 29.270 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr, 74 von ihnen tödlich. In keiner anderen Stunde passiert so viel wie zwischen 7 und 8 Uhr.

Ohren sind ein Frühwarnsystem. Man hört ein Auto oft, bevor man es sieht. Bei leisen Elektroautos gilt das nur eingeschränkt, was die Sache nicht besser macht.

Eine Sache vor dem ersten Schultag: Gehen Sie den Weg einmal gemeinsam ab, ohne Gerät. Nicht als Kontrolle, sondern als Ortstermin. Wo bleibt man wirklich stehen? Wo parken Autos so, dass man nichts sieht?

Und die Regel danach: Auf der Straße bleibt das Handy in der Tasche, die Ohren frei.

CyberAcademy KI darf erklären, nicht erledigen.

Eine einzige Frage zeigt, ob die Hausaufgabe beim Kind angekommen ist.

„Bist du fertig?“ „Ja, längst.“ Und tatsächlich, die Aufgabe ist gelöst, sauber sogar. Nur gehört die Lösung nicht dem Kind.

Das ist inzwischen Alltag. Neun von zehn Jugendliche nutzen KI, drei von vier davon für Hausaufgaben und zum Lernen. Und mehr als die Hälfte hält die Auskünfte für vertrauenswürdig.

Das ist kein Grund zur Aufregung. KI ist ein gutes Werkzeug, unsere Kinder werden ihr Leben lang damit arbeiten. Die Frage ist nicht, ob sie es nutzen, sondern was davon hängen bleibt.

Dafür reicht eine Regel, die Erklär-Regel: Ist die Aufgabe fertig, legt das Kind das Gerät weg und erklärt die Lösung in eigenen Worten. Geht das, hat es verstanden. Geht es nicht, war es die Aufgabe der Maschine, und Sie machen sie noch einmal gemeinsam.

Kein Verbot, keine Kontrolle. Nur ein Satz: „Erklär mir das mal ohne Handy.“

MindShield Bei mir bekommst du nie Ärger dafür.

Ein einziger ruhiger Satz hält die Tür offen, bevor jemand Kindern etwas anbietet.

Die Polizeiliche Kriminalprävention hat gewarnt, das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen ebenso: Es gibt Erwachsene, die Kindern und Jugendlichen im Netz Geld oder Geschenke für Bilder oder für ein Treffen anbieten.

Wir können nicht jede Ecke des Netzes bewachen. Wir können aber dafür sorgen, dass ein Kind mit so einem Angebot nicht allein bleibt. Kinder schweigen selten aus Trotz. Sie schweigen aus Angst vor unserer Reaktion.

Deshalb nur ein Satz, ruhig gesagt, ohne Vorgeschichte: „Wenn dir jemand im Netz Geld oder Geschenke anbietet, bekommst du bei mir nie Ärger, wenn du es mir erzählst.“

Dazu ein Eintrag im Kinderhandy: Nummer gegen Kummer, 116 111, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr, kostenlos und anonym. Für uns Eltern ist die Polizei die richtige Adresse.

CyberAcademy Erst staunen, dann nach der Spielzeit fragen.

Kinder bauen jetzt in Sekunden, wofür früher jahrelange Übung nötig war.

Ihr Kind tippt einen Satz ein, und im Spiel steht ein Auto. Kein Bild davon, sondern ein Auto, in das man einsteigen und mit dem man losfahren kann.

Das gibt es seit Februar 2026 auf der Spieleplattform Roblox, wenn ein Entwickler die Funktion freischaltet. In einem Testspiel entstanden so in einem halben Jahr über 160.000 Objekte. Ein Kind erschafft heute in Sekunden, wofür früher jahrelange 3D-Kenntnisse nötig waren. Das ist wirklich groß.

Der Entwickler dieses Spiels nennt aber noch eine Zahl: Wer die Funktion nutzte, spielte im Schnitt 64 Prozent länger. Ob das Werkzeug die Kinder hält oder ob die Begeisterten einfach mehr spielen, sagt die Zahl nicht.

Heute Abend: Bitten Sie Ihr Kind, Ihnen das vorzuführen. Staunen Sie ehrlich, das ist es wert. Und stellen Sie danach die Frage, die nichts verbietet: „Wie lange hast du heute gespielt, seit du das kannst?“

MindShield Die Alterszahl warnt nicht nur vor Gewalt.

Warum ein niedliches Spiel eine hohe Alterszahl tragen kann.

Ein Spiel sieht aus wie gemalt für Achtjährige, bunt, freundlich, keine Waffe weit und breit. Und trägt trotzdem eine hohe Alterszahl. Wie kommt das?

Weil die Prüfstellen längst nicht mehr nur auf Gewalt schauen, sondern auch auf Geld. Die deutsche USK bewertet seit einigen Jahren mit, ob ein Spiel zum Kaufen drängt oder mit Glücksspielmechanik arbeitet. Und PEGI, das europäische System, zieht seit Juni 2026 nach: Neue Spiele mit bezahlten Zufallsinhalten bekommen mindestens eine 16.

Gemeint ist alles, wo Geld gegen Zufall getauscht wird: Kistchen, Kartenpacks, Glücksrad. Ehrlich dazu: Für Spiele, die längst eingestuft sind, ändert sich nichts von allein.

Vor dem nächsten Kauf: Die Alterszahl im Store gemeinsam lesen. Und dann selbst nachsehen, ob im Spiel Kistchen, Packs oder ein Glücksrad stecken. Genau das ist der teure Teil.

CyberAcademy Nicht zahlen. Nichts löschen. Nicht allein regeln.

Bei Erpressung mit Bildern zählen drei Regeln, und ein Satz, der vorher fällt.

Es beginnt harmlos. Jemand schreibt nett, es entsteht Vertrauen, irgendwann gibt es ein Bild. Dann kippt der Ton: Zahl, oder alle sehen es.

Das BKA meldete im Juli 2026 einen Anstieg um 16,5 Prozent bei Übergriffen ohne Körperkontakt, also der Anbahnung über den Bildschirm. Erpressung mit Bildern führt keine eigene Statistik, Fachleute sehen sie zunehmen, auch bei jüngeren Kindern.

Dann gelten drei Regeln:

  1. Nicht zahlen. Zahlen beendet nichts.
  2. Nichts löschen. Nachrichten und Namen sind Beweise.
  3. Nicht allein regeln. Eltern dazu, dann zur Polizei.

Wichtiger ist der Satz davor: „Wenn dir online etwas Peinliches passiert, bekommst du von mir keinen Ärger. Wir lösen das zusammen.“

Denn Erpressung lebt von der Scham. Und egal, wie ein Bild entstanden ist: Schuld hat, wer damit droht.

Für Kinder: Nummer gegen Kummer, 116 111, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr, kostenlos und anonym.

RocketKidz Ein sprechendes Spielzeug ohne Mikrofonschalter bleibt im Laden.

Die eine Frage, die vor dem Kauf eines sprechenden Spielzeugs zählt.

Kinder erzählen einem Kuscheltier Dinge, die sie keinem Menschen erzählen. Genau das macht sprechendes Spielzeug mit Internetverbindung zu etwas anderem als Spielzeug.

Anfang 2026 fanden Sicherheitsforscher bei einem KI-Plüschtier rund 50.000 Gesprächsprotokolle offen im Netz. Sichtbar waren Namen der Kinder, Geburtsdaten, Namen von Familienmitgliedern und ganze Gespräche. Es brauchte keinen Einbruch, eine normale Anmeldung genügte.

Verlassen kann man sich auf die Rechtslage nicht: Verboten sind in Deutschland nur Geräte, die ihr Mithören tarnen. Ein Spielzeug, das offen sagt, dass es zuhört, darf verkauft werden. Legal heißt hier nicht sicher.

Nur eine Frage vor dem Kauf: Lässt sich das Mikrofon per Schalter am Gerät abschalten? Wenn nein, stehen lassen.

Was schon da ist, gehört in den Gemeinschaftsraum, nicht ins Kinderzimmer.

Familien-Crew Frag dein Kind, bevor du sein Foto teilst.

Warum das Einschulungsfoto besser an Oma geht als an die Öffentlichkeit.

Es gibt ein Wort dafür: Sharenting. Eltern stellen Bilder ihrer Kinder online, und die Kinder wurden nie gefragt.

Schauen Sie sich einmal ein klassisches Einschulungsfoto an. Oft stehen darauf gleichzeitig der Vorname, der Schulname und die Uhrzeit. Jedes für sich harmlos, zusammen ein kleines Profil. Was einmal öffentlich steht, bleibt im Netz, und heute lässt es sich per KI weiterverarbeiten.

Das ist kein Vorwurf. Wir haben alle Fotos geteilt, weil wir stolz waren. Es geht nicht um Angst, sondern um Sparsamkeit mit Daten und um das Recht des Kindes am eigenen Bild.

Der eine Satz für heute: Fragen Sie Ihr Kind, ob es das Foto öffentlich haben möchte. Sagt es Nein, gilt das. Sagt es Ja, geht das Bild trotzdem lieber direkt an Oma als in die Weltöffentlichkeit.

CyberAcademy Ein Alterscheck ist ein Türsteher, kein Babysitter.

Was der neue Alterscheck beim Chatten wirklich leistet, und was nicht.

Seit Januar 2026 verlangt die Spieleplattform Roblox einen Alterscheck von jedem, der chatten will: Video-Selfie oder Ausweis. Danach wird jeder in eine Altersgruppe einsortiert und darf standardmäßig nur mit der eigenen und den benachbarten Gruppen schreiben.

Das klingt beruhigend, und ein Teil davon ist es auch. Nur gibt es Fehleinstufungen in beide Richtungen, und fertig geprüfte Konten werden weiterverkauft. Wer durch die Tür will, kommt durch die Tür.

Ein Alterscheck sortiert also den Eingang. Er sitzt nicht daneben, während Ihr Kind spielt.

Heute Abend, zwei Minuten: Sehen Sie im Konto Ihres Kindes nach, ob dort überhaupt eine Altersgruppe steht und welche. Und vereinbaren Sie die Regel, die mehr trägt als jede Technik: Ein Chat aus dem Spiel wird nie in eine andere App verlängert. Wer das vorschlägt, hat etwas vor.

MindShield Nicht jede Kamera sieht aus wie eine Kamera.

Kinder erkennen ein Handy, das auf sie gerichtet ist. Eine Brille erkennen sie nicht.

Wir haben unseren Kindern beigebracht, aufzupassen, wenn jemand das Handy hebt. Dieser Rat wird gerade stumpf.

Ein einziger Hersteller verkaufte 2025 über sieben Millionen Brillen mit eingebauter Kamera und baut die Produktion weiter aus. Die Aufnahme-Leuchte ist so klein, dass sie im Alltag kaum jemand bemerkt. Datenschutzbehörden in Deutschland und Frankreich prüfen inzwischen Beschränkungen, auf europäischer Ebene wird ein Gutachten erstellt.

Für Kinder verschiebt das etwas Grundsätzliches. In der Umkleide, im Schwimmbad, auf dem Schulhof: Ein Handy sieht man. Eine Brille sieht man nicht.

Einmal zeigen genügt: Zeigen Sie Ihrem Kind, wie so eine Brille aussieht, ein Bild reicht. Und sagen Sie den zweiten Teil gleich dazu: Es darf jederzeit Nein sagen und zu Ihnen oder einer Lehrkraft gehen, auch wenn jemand behauptet, er filme gar nicht.

CyberAcademy Ein Name, der nirgendwo sonst existiert.

Der WhatsApp-Nutzername kommt, und der Name will vorher überlegt sein.

Seit Ende Juni 2026 kann man sich bei WhatsApp einen Nutzernamen reservieren. Scharf geschaltet wird die Funktion erst im Lauf des Jahres 2026, dann kann man kontaktiert werden, ohne die Handynummer zu zeigen.

Ehrlich dazu: Im Klassenchat, der längst läuft, ändert das nichts mehr. Die Nummer ist dort bekannt. Es hilft bei allem, was neu dazukommt.

Wichtiger ist die Stolperstelle, die jetzt entsteht. Viele Kinder nehmen denselben Namen, den sie schon im Spiel und im sozialen Netz benutzen. Wer den Namen kennt, findet damit alle Profile auf einmal, und aus Bruchstücken wird ein Bild.

Zehn Minuten am Küchentisch: Suchen Sie gemeinsam einen Namen, der nirgendwo sonst benutzt wird. Ohne echten Nachnamen, ohne Geburtsjahr, ohne Wohnort. Kinder finden das meistens lustiger als wir.

Familien-Crew Ein Verbot schaut nicht hin. Du schon.

Was Australiens Social-Media-Verbot nach drei Monaten wirklich gebracht hat.

Es klingt nach der einfachen Lösung: Der Staat verbietet soziale Medien unter 16, und das Thema ist erledigt. Australien hat genau das im Dezember 2025 getan, als erstes Land der Welt.

Ende Juli 2026 hat die zuständige Behörde nachgesehen. Vorher waren rund 86 von hundert Kindern auf mindestens einer Plattform, drei Monate danach immer noch 81. Mehr als die Hälfte berichtete, ihr Alter sei nie geprüft worden. Die frei gewordene Zeit wanderte in Messenger und Spiele.

Das ist kein Argument gegen Regeln. Es ist eine Erinnerung: Ein Verbot von außen nimmt uns die Arbeit nicht ab. Heikel wird der Moment, in dem man glaubt, das Gesetz passe schon auf, und selbst aufhört hinzuschauen.

Begleiten ersetzt kein Gesetz, und ein Gesetz ersetzt kein Begleiten.

Diese Woche einmal fragen: „Zeig mir mal, was du heute gesehen hast.“ Ohne zu bewerten.

Sicherheit zuerst

Gebaut, wie Eltern es sich wünschen.

Eine Kinderseite sollte selbst vorleben, was sie lehrt. Deshalb ist Sicherheit bei MindLaunch keine Einstellung, sondern die Bauart.

  • Werbefrei, nichts lenkt ab, nichts will verkaufen
  • Kein Tracking, keine Profile
  • Keine persönlichen Konten für Kinder nötig
  • Die Lernwelt ist und bleibt für Familien kostenlos
Wenn etwas passiert ist

Ruhe ist die halbe Lösung.

Und wenn das Telefon der Großeltern klingelt: Für Enkeltrick, Schockanruf und geklonte Stimmen gibt es die Familien-Crew, unsere Säule für die ganze Familie.

Ihr Kind hat etwas Verstörendes gesehen, wird im Chat bedrängt oder hat auf den falschen Link geklickt? Dann zählt zuerst eines: Bleiben Sie ruhig und danken Sie Ihrem Kind, dass es zu Ihnen gekommen ist. Kein Vorwurf, kein Handyverbot als Strafe, sonst kommt es beim nächsten Mal nicht mehr.

Rakis Merksatz für Eltern
Das beste Schutzprogramm sind Sie.

Filter können blocken. Aber zuhören, verstehen und begleiten können nur Sie. Raki hilft Ihnen dabei.

Rakis Merksatz für Eltern
Der erste Schritt

Heute Abend, zehn Minuten, gemeinsam.

Suchen Sie mit Ihrem Kind die erste Lektion aus. Mehr braucht es nicht für den Anfang.