Es beginnt harmlos. Jemand schreibt nett, es entsteht Vertrauen, irgendwann gibt es ein Bild. Dann kippt der Ton: Zahl, oder alle sehen es.
Übergriffe ohne Körperkontakt, also die Anbahnung über den Bildschirm, nehmen seit Jahren zu. Erpressung mit Bildern trifft dabei auch jüngere Kinder.
Dann gelten drei Regeln:
- Nicht zahlen. Zahlen beendet nichts.
- Nichts löschen. Nachrichten und Namen sind Beweise.
- Nicht allein regeln. Eltern dazu, dann zur Polizei.
Wichtiger ist der Satz davor: „Wenn dir online etwas Peinliches passiert, bekommst du von mir keinen Ärger. Wir lösen das zusammen.“
Denn Erpressung lebt von der Scham. Und egal, wie ein Bild entstanden ist: Schuld hat, wer damit droht.
Für Kinder: Nummer gegen Kummer, 116 111, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr, kostenlos und anonym.
Passend dazu die Lektion „Wenn jemand ein Bild von dir will“. Und für den Fall, dass ein Bild bereits im Chat gelandet ist: „Bilder, die du nicht sehen wolltest“.