Ein Spiel sieht aus wie gemalt für Achtjährige, bunt, freundlich, keine Waffe weit und breit. Und trägt trotzdem eine hohe Alterszahl. Wie kommt das?
Weil die Prüfstellen längst nicht mehr nur auf Gewalt schauen, sondern auch auf Geld. Die deutsche USK bewertet seit einigen Jahren mit, ob ein Spiel zum Kaufen drängt oder mit Glücksspielmechanik arbeitet. Und PEGI, das europäische System, zieht seit Juni 2026 nach: Neue Spiele mit bezahlten Zufallsinhalten bekommen mindestens eine 16.
Gemeint ist alles, wo Geld gegen Zufall getauscht wird: Kistchen, Kartenpacks, Glücksrad. Ehrlich dazu: Für Spiele, die längst eingestuft sind, ändert sich nichts von allein.
Vor dem nächsten Kauf: Die Alterszahl im Store gemeinsam lesen. Und dann selbst nachsehen, ob im Spiel Kistchen, Packs oder ein Glücksrad stecken. Genau das ist der teure Teil.
Wie versteckte Kosten funktionieren, zeigt die Lektion über Abos, die sich verstecken. Für jüngere Kinder: „Gratis ist nicht immer gratis“.