Mutproben, die keine sind
Im Netz gibt es viele Mutproben und Challenges. Die meisten sind harmloser Spaß, ein lustiger Tanz oder ein witziges Video.
Manche aber sind richtig gefährlich und können dir ernsthaft wehtun. Und das Knifflige: Eine gefährliche Mutprobe kann genauso beliebt und harmlos aussehen wie eine lustige. Deshalb lohnt es sich, kurz innezuhalten.
„Echter Mut heißt nicht, alles mitzumachen. Echter Mut ist, bei einer gefährlichen Mutprobe Nein zu sagen, auch wenn alle zuschauen."
So erkennst du eine gefährliche Mutprobe
Sie kann wehtun
Wenn eine Aufgabe deinem Körper schaden könnte, ist sie keine Mutprobe, sondern eine Gefahr.
Sie soll geheim bleiben
Sollst du etwas tun, ohne dass Erwachsene davon wissen dürfen, ist das ein deutliches Warnsignal.
Du wirst gedrängt
„Trau dich!" oder „Sonst bist du feige!" ist Druck. Wer dich drängt, meint es nicht gut mit dir.
Was du tun kannst
- Mach nicht mit. Keine Mutprobe ist deine Sicherheit wert.
- Sag Nein. Das ist stark, nicht feige.
- Erzähl es einem Erwachsenen, dem du vertraust, auch wenn dir jemand Geheimhaltung einreden will.
- Will ein Freund mitmachen, hol Hilfe. Echte Freunde lassen einander nicht in Gefahr.
Was würdest du tun?
In einem Gruppenchat fordern dich andere zu einer Mutprobe auf, die gefährlich klingt. „Alle machen das! Wer nicht mitmacht, ist feige."
Bei einer gefährlichen Mutprobe ist Nein die mutigste Antwort.
Einem Erwachsenen Bescheid sagen ist keine Petze, sondern klug.
Rakis Merksatz aus dieser Lektion
In Kürze
- Sprechen Sie über gefährliche Challenges, ohne sie zu verharmlosen und ohne Methoden zu beschreiben.
- Versichern Sie Ihrem Kind: Nein sagen und Bescheid geben bringt keinen Ärger.
- Gruppenzwang und geforderte Geheimhaltung sind klare Warnsignale.
- Im Ernstfall sofort Hilfe holen, bei akuter Gefahr den Notruf 112.
Jetzt weißt du: Die mutigste Antwort ist Nein.
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