Kinder erzählen einem Kuscheltier Dinge, die sie keinem Menschen erzählen. Genau das macht sprechendes Spielzeug mit Internetverbindung zu etwas anderem als Spielzeug.
Anfang 2026 fanden Sicherheitsforscher bei einem KI-Plüschtier rund 50.000 Gesprächsprotokolle offen im Netz. Sichtbar waren Namen der Kinder, Geburtsdaten, Namen von Familienmitgliedern und ganze Gespräche. Es brauchte keinen Einbruch, eine normale Anmeldung genügte.
Verlassen kann man sich auf die Rechtslage nicht: Verboten sind in Deutschland nur Geräte, die ihr Mithören tarnen. Ein Spielzeug, das offen sagt, dass es zuhört, darf verkauft werden. Legal heißt hier nicht sicher.
Nur eine Frage vor dem Kauf: Lässt sich das Mikrofon per Schalter am Gerät abschalten? Wenn nein, stehen lassen.
Was schon da ist, gehört in den Gemeinschaftsraum, nicht ins Kinderzimmer.
Für jüngere Kinder passt dazu „Mein Geheimnis bleibt meins“. Wer Daten sammelt und wozu, erklärt die Lektion „Wer sammelt deine Daten?“.