„Bist du fertig?“ „Ja, längst.“ Und tatsächlich, die Aufgabe ist gelöst, sauber sogar. Nur gehört die Lösung nicht dem Kind.
Das ist inzwischen Alltag. Neun von zehn Jugendliche nutzen KI, drei von vier davon für Hausaufgaben und zum Lernen. Und mehr als die Hälfte hält die Auskünfte für vertrauenswürdig.
Das ist kein Grund zur Aufregung. KI ist ein gutes Werkzeug, unsere Kinder werden ihr Leben lang damit arbeiten. Die Frage ist nicht, ob sie es nutzen, sondern was davon hängen bleibt.
Dafür reicht eine Regel, die Erklär-Regel: Ist die Aufgabe fertig, legt das Kind das Gerät weg und erklärt die Lösung in eigenen Worten. Geht das, hat es verstanden. Geht es nicht, war es die Aufgabe der Maschine, und Sie machen sie noch einmal gemeinsam.
Kein Verbot, keine Kontrolle. Nur ein Satz: „Erklär mir das mal ohne Handy.“
Passend dazu die Lektion „KI als Werkzeug, nicht als Orakel“. Und für ältere Kinder: warum KI Texte schreibt, die überzeugend klingen und trotzdem falsch sind.