Wir haben unseren Kindern beigebracht, aufzupassen, wenn jemand das Handy hebt. Dieser Rat wird gerade stumpf.
Ein einziger Hersteller verkaufte 2025 über sieben Millionen Brillen mit eingebauter Kamera und baut die Produktion weiter aus. Die Aufnahme-Leuchte ist so klein, dass sie im Alltag kaum jemand bemerkt. Datenschutzbehörden in Deutschland und Frankreich prüfen inzwischen Beschränkungen, auf europäischer Ebene wird ein Gutachten erstellt.
Für Kinder verschiebt das etwas Grundsätzliches. In der Umkleide, im Schwimmbad, auf dem Schulhof: Ein Handy sieht man. Eine Brille sieht man nicht.
Einmal zeigen genügt: Zeigen Sie Ihrem Kind, wie so eine Brille aussieht, ein Bild reicht. Und sagen Sie den zweiten Teil gleich dazu: Es darf jederzeit Nein sagen und zu Ihnen oder einer Lehrkraft gehen, auch wenn jemand behauptet, er filme gar nicht.
Passend dazu die Lektion „Stopp sagen ist stark“. Und für jüngere Kinder: „Dein Foto gehört dir“.